Das Mauthausen Komitee Österreich vergab 2005 einen Kompositionsauftrag.


Die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) vergaben im Gedenkjahr 2005 einen Kompositionsauftrag an den Komponisten Wolfgang R. Kubizek. Die Uraufführung fand am 5. Mai 2007 zur Erinnerung an die Übergabe des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen an die Republik Österreich "mit dem Wunsche..., dass es eine Stätte zum Gedenken an die im Kampfe um ein freies und demokratischen Österreich gefallenen Opfer werde" (Hans Maršalek) statt.
 
Als Zeichen für eine neue Erinnerungskultur beauftragt das MKÖ den in Oberösterreich geborenen Komponisten Wolfgang R. Kubizek ein "Oratorium" zu schaffen, das in zeitgemäßer Form dem Erbe Mauthausens begegnet. Als Textautor konnte der in Leningrad geborene und in Salzburg lebende Schriftsteller Vladimir Vertlib gewonnen werden (Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur, Der letzte Wille, Mein erster Mörder).
 
Mit den letzten beiden Produktionen - Viktor Ullmanns (1898-1944) Oper "Der Kaiser von Atlantis" und Franz Waxmans (1906 – 1967) Oratorium "The Song of Terezin" gedachte das MKÖ in der NS-Zeit "verfemten" Komponisten. Mit der Vergabe eines Auftrages an ein junges Autorenteam wird das Augenmerk auf die "Zukunft des Gedenkens" gelegt.